Der Schabzigerklee, auch Zigerklee oder Zigerkraut, Zigeunerkraut, Käseklee, Brotklee oder Blauer Steinklee genannt, ist eine Kulturform aus der Gattung Trigonella innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.
Schabzigerklee: Herkunft und Eigenschaften
Schabzigerklee gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und ist eng mit Bockshornklee (Trigonella foenum–graecum) verwandt. Die Kulturpflanze stammt aus dem Bereich des östlichen Mittelmeerraums bis nach Kleinasien und entstand wohl durch züchterische Selektion aus seinem wilden Verwandten Trigonellaprocumbens. Der Brotklee ist auch als Blauer Steinklee, Käseklee, Zigeunerkraut oder Zigerklee bekannt. Doch was ist Schabzigerklee genau?
Die einjährige, feingliedrige Pflanze kann zwischen 40 und 60 cm, in Ausnahmefällen sogar um die 100 cm hoch werden. Da Schabzigerklee besonders gern in der Alpenregion angebaut wird, bekam er den Beinamen Südtiroler Brotklee. Die Brotklee-Pflanzen bilden unterirdisch eine tiefgründige Pfahlwurzel mit feinen Nebenästen, die bei Symbiose mit Bodenbakterien kleine runde Knöllchen ausbilden. An den hohlen, aufrechten Stängeln sitzen blassgrüne, langgestielte, dreiteilig gefiederte und lanzettförmige Blätter mit spitz gezahntem Blattrand. Die bienenfreundlichen, ab Juni bis September erscheinenden Blüten des Schabzigerklees sitzen in endständigen Köpfchen zusammen, sind himmelblau gefärbt und duften stark. Nach der Bestäubung bilden sich zahlreiche ockerfarbene bis braune eiförmige Samen aus.
Unterschied zwischen Schabzigerklee und Bockshornklee:
Bockshornklee und Schabzigerklee sind eng miteinander verwandte Arten. Der wesentlichste Unterschied besteht im Aussehen, denn die größeren Blüten des Bockshornklees sind meist gelb gefärbt und die Blätter nur ganz fein gezähnt bis gewellt. Zudem schmeckt der Schabzigerklee etwas milder als Bockshornklee.
Ernte und Verwendung von Brotklee
Die Ernte von Schabzigerklee für Brotgewürz erfolgt zur Blütezeit zwischen Juli und September, bevor sich die Samen richtig ausbilden und ausfallen könnten. Das Kraut wird mitsamt Blüten etwa 15 cm über dem Boden abgeschnitten, zerkleinert und luftig ausgebreitet im Schatten getrocknet. Da sich die Pflanzen bei einem so hoch angesetzten Schnitt erholen und frische Triebe bilden, sind bis zu drei Ernten im Jahr möglich. Bei Schabzigerklee werden das getrocknete Kraut und die Blüten als Gewürz verwendet, indem die trockenen Pflanzenteile fein zermahlen werden. Mancherorts werden nicht nur das Kraut, sondern auch die Samen zu Schabzigerklee-Gewürz vermahlen.
Pulver aus getrocknetem Zigeunerkraut werden in der Schweiz in der Käseherstellung für den Schabziger Käse verwendet. Klassischerweise gibt man gemörserte Samen zu Brotteig, in Aufstriche oder pikante Gewürzmischungen wie Currys. Vinschgauer oder Vinschgerl und Schüttelbrot erhalten durch Brotklee-Gewürz ihr typisches, kräftiges Aroma. Der Geschmack von Schabzigerklee lässt sich als kräftig, würzig und ganz leicht bitter beschreiben.
Wirkung es Schabzigerklees
Der gesunde Schabzigerklee besitzt zahlreiche ätherische Öle, die dem trockenen Kraut sein typisches Aroma verleihen. Gerb- und Bitterstoffe sind für den leicht bitteren Beigeschmack verantwortlich. Eine verdauungsfördernde, appetitanregende und blutbildende Wirkung wird Schabzigerklee nachgesagt.
Sicherheitsdatenblätter können angefordert werden.
Schabzigerklee
gemahlen
Trigonella caerulea
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